Einsatz

Brand Aus – Waldbrand in Patsch

Ein Böschungsbrand im Bereich der Bahngleise der ÖBB, welcher sich binnen kürzester Zeit zu einem ausgedehnten Waldbrand entwickelte sorgte am 7. und 8. April für viel Beschäftigung bei den Feuerwehren in Innsbruck und Innsbruck-Land. Um kurz nach 13:00 Uhr wurden die Berufsfeuerwehr Innsbruck und FF-Patsch zu diesem Einsatz alarmiert. Durch die starke Rauchentwicklung und die Nähe der A13 gab es auch erhebliche Behinderungen beim Straßenverkehr. Der Brandherd lag genau im Bereich der Autobahnauffahrt Patsch, diese wurde auch während der Löscharbeiten komplett gesperrt. Umgehend wurden von der Einsatzleitung weitere umliegende Feuerwehren nachalarmiert.

Die größte Herausforderung war das sehr abschüssige und unzugängliche Gelände, weiters gestaltete sich die Wasserversorgung sehr schwierig. Diverse Lohnunternehmen und Landwirte aus der Umgebung unterstützten die Löscharbeiten mit großen Güllefässern, teilweise waren dieser mit einer Hochdruckanlage ausgerüstet und konnten so direkt von der Auffahrt aus in den betroffenen Waldabschnitt spritzen. Im Pendelprinzip wurden mit Tankwägen aus der näheren Umgebung versucht genug Wasser zum Einsatzort zu bringen. Großtanklöschfahrzeuge standen als Zwischenspeicher am Gelände verteilt und versorgten die Kräfte im Wald mit dem benötigten Wasser. Ebenfalls im Einsatz stand der Löschzug der ÖBB welcher von der Feuerwehr Mühlau besetzt wurde.
Die BZ Innsbruck-Land unterstützte die Lageführung. Der Feuerwehrflugdienst IBK/IBK-Land sorgte für die nötige Unterstützung aus der Luft und koordinierte 4 Hubschrauber am 1. Einsatztag. Die Exekutive und Mitarbeiter der Asfinag unterstützen die Feuerwehren durch großräumige Absperrungen und in der Wasserversorgung. Die Aufgabe der FF-Aldrans bestand in der Brandbekämpfung gemeinsam mit der Feuerwehr Ellbögen im Gelände.

Als die unermüdlichen Löschversuche endlich Erfolge zeigten, brach auch schon die Abenddämmerung ein und der Flugdienst musste die Arbeit einstellen, auch das Arbeiten im Gelände wurde mit zunehmender Dunkelheit zu gefährlich und so wurde nur noch von Oben mittels Wasserwerfen und Güllefässern versucht den eingedämmten Brand über die Nacht zu halten.

Am nächsten Morgen ging es schon früh weiter. Um 6:00 Uhr begann der 2. Einsatztag. Nach einer kurzen Lagebesprechung ist die Brandbekämpfung fortgesetzt worden. Über die Nacht konnte das Feuer weiter eingedämmt werden, dass am nächsten Tag schon die Kameraden mit dem umgraben und ablöschen der Glutnester beginnen konnten. Gegen 7:00 Uhr konnte auch der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden und so, geführt durch diverse Wärmebildkameras welche auf das betroffene Waldgebiet gerichtet waren, zielgenau abgelöscht werden. Die Feuerwehr Aldrans unterstütze am 2. Tag den Feuerwehrflugdienst IBK-Land bei der Befüllung der Wasserbehälter beim „Zenzenhof“ und bei der Baustelle des „BBT“. Am Nachmittag konnte dann „Brand-Aus“ gegeben werden und die Abbauarbeiten begannen. Viel Material musste wieder aus dem Gelände entfernt, gereinigt, kontrolliert und wieder verstaut werden. Dies wird die Feuerwehren noch die nächsten Tage beschäftigen.

Zusätzlich erschwert wurden die Arbeiten von der vorherrschenden COVID-19 Pandemie. Auch die Einsatzkräfte hielten sich an das Tragen von Schutzmasken und versuchten auch bestmöglich den Sicherheitsabstand einzuhalten. Die Feuerwehr erhielt schon vor 2 Wochen Masken und Desinfektionsmittel welches hier zum Einsatz kam. Durch umfassende Hygienemaßnahmen während und vor allem nach dem Einsatz wurde versucht alle Einsatzkräfte aber auch zivile Personen zu schützten.

Insgesamt standen fast 200 Personen im Einsatz.

Einsatzdaten

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